Glutenfreies Brot – aber normaler Geschmack

Glutenfreies Brot, aber normaler Brotgeschmack

Manchmal wird auch bei mir glutenfrei gebacken, nicht für mich bzw. weil ich denke Gluten ist Böse – Nein, in meinem Bekanntenkreis leidet jemand an Zöliakie und ein gutes Brot eignet sich immer als schönes Mitbringsel.

Glutenfrei zu backen ist nicht ganz einfach, wenn man damit beginnt. Mit ein bisschen Übung gelingt es jedoch ohne jegliche Backmischungen wunderbar. Bei diesem Brot schmeckt man fast gar nicht, dass es sich um ein glutenfreies Brot handelt und auch das Aussehen ist, wie ich finde sehr schön. Auch unsere Sinne spielen beim Essen eine wichtige Rolle, das Auge isst ja bekanntlich mit. Mir persönlich ist es auch beim Backen von glutenfreiem Brot wichtig einen guten Brotgeschmack hineinzubekommen. Gerade wenn wir glutenfreies Gebäck kaufen, schmeckt dieses doch etwas anders als normales Brot. Ich finde die Einschränkungen, welche eine glutenfreie Ernährung mit sich bringen, sind bereits genug, da muss nicht noch der Geschmack darunter leiden. Wird die Diagnose Zöliakie erst im Laufe des Lebens gestellt, ist die Umstellung den Geschmack betreffend am Anfang nicht ganz einfach. Deswegen ist es mir wichtig, dass mein Brot auch wirklich nach Brot schmeckt.

Glutenfrei zu essen liegt derzeit im Trend, aus gesundheitlichen Gesichtspunkten ist dies jedoch oft gar nicht notwendig. Nur 1% der Bevölkerung leidet an einer Zöliakie und nur dann ist eine strikte glutenfreie Ernährung notwendig. Haben wir den Verdacht auf eine Gluten Sensitivität, dann wird Gluten meist bis zu einer bestimmten Toleranzgrenze gut vertragen. Wichtig ist die individuelle Toleranz auszutesten. Ein gänzlicher Verzicht ist in diesem Fall nicht notwendig, viele von uns schränken sich damit unnötig in der Freiheit hinsichtlich ihrer Lebensmittelauswahl ein. Möchten wir jedoch trotzdem auf Gluten verzichten und fühlen wir uns damit wohl spricht grundsätzlich nichts dagegen.

Ernährungstipp: Achtung, besteht der Verdacht einer Zöliakie so kann die Erkrankung nur dann diagnostiziert werden, wenn auch Gluten zugeführt wird. Wird dies über einen längeren Zeitraum nicht gemacht, kann dies zu einem falschen Diagnoseergebnis führen.

Saftiges Haferbrot

Zutaten BRÜHSTÜCK: 

85 g Haferflocken

50 g Sonnenblumenkerne

50 g Buchweizenschrot

15 g Flohsammenschalen

350 ml kochend heißes Wasser

Alle Zutaten für das Brühstück in eine Schüssel geben, mit heißem Wasser übergießen und verrühren. Es entsteht dabei eine leicht puddingartige Masse. Brühstück ca. 1 Stunde auskühlen lassen. Durch ein Brühstück bekommen wir mehr Wasser in unser Brot und damit bleibt das Brot länger frisch – ohne trocken zu werden.

 
Restliche Brotzutaten: 

200 g Hafermehl

200 g Braunhirsvollkornmehl

70 g Buchweizenmehl

30 g Stärke (Kartoffel oder Maisstärke)

300 ml Wasser

150 ml Buttermilch

15 g Salz

1 EL Brotgewürz (muss aber nicht sein, das Brot schmeckt auch so)

5 g frische Hefe

 
Zubereitung:

1.Brühstück wie beschrieben zubereiten und 1 h quellen lassen.

2. Alle Zutaten für das Brot am Abend leicht vermischen und über Nach reifen lassen.

3. Brühstück mit dem restlichen Teig ca. 5 Minuten kneten.

4. Eine Kastenform mit Öl ausstreichen und mit Haferflocken bestreuen.

5. Teig in Kastenform geben, mit Buttermilch bestreichen und mit Haferflocken bestreuen. 

6. Teig zugedeckt bei Zimmertemperatur ca. 2 Stunden reifen lassen bis sich der Teig merklich vergrößert hat.

4. Backofen auf 220° mit Dampf vorheizen und Brot ca. 55 Minuten backen.

 

Viel Spaß beim Backen und Essen!!

 

Ich freue mich auf euren Besuch und eure Kommentare!

Marianne

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