Kürbisgemüse tut gut! 

Kürbis: Lecker und vielseitig im Geschmack, leicht und bekömmlich in der Verträglichkeit, vielseitig in der Verwendung in der Küche und reichhaltig im Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen.  

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Es gibt über 800 Kürbissorten und jede Sorte für sich ist besonders. Die große Sortenvielfalt bietet uns ein vielfältiges Angebot an unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Einige Sorten schmecken süß und damit ähnlich wie Obst, diese können auch in der Verarbeitung wie Obst verwendet werden z.B. als Kompott. Andere Sorten haben ein feines Fruchtfleisch und lassen sich gut zu Suppen oder Chutney verarbeiten. 

Zur Kürbisfamilie zählen auch Zucchini und Gurken. Auch diese Gemüse sind vielseitig in der Küche verwendbar, jedoch nicht so lange lagerfähig wie Kürbisse. Gut ausgereifte Kürbisse mit harter Schale lassen sich mehrere Monate lagern. Der Lagerraum sollte nicht zu kalt sein, eine Temperatur zwischen 10 – 15° ist ideal. Aber Kürbis lässt sich auch sehr gut Konservieren z.B. in Stücken einfrieren für Suppen, einkochen als Chutney oder sauer einlegen in Essig für die Jause.

Ernährungstipp:

Kürbis liefert besonders gute Nährstoffe und ist leicht bekömmlich. Kürbis ist reich an Carotinoiden, Kalium und Ballaststoffen. 

  • Carotinoide sind wichtige Bestandteile für Augen und Haut.
  • Kalium hat eine wichtige Funktion bei der Regulation des Flüssigkeitshaushalts. 
  • Die enthaltenen Ballaststoffe regulieren die Verdauung und sind sehr leicht verträglich, im Besonderen aus Kürbis und Zucchini.  
  • Gerade Kürbis und Zucchini sind ein leicht verträgliches Gemüse und werden gerne in der Ernährungstherapie bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt.
  • Auch für Babybreie werden Kürbis und Zucchini gerne aufgrund von Verträglichkeit und Konsistenz verwendet.

 

Exkurs Kürbiskerne:

Aber nicht nur Kürbisgemüse hat wertvolle Inhaltsstoffe auch die enthaltenen Kürbiskerne sind reich an wertvollen Nährstoffen. Besonders die enthaltenen Phytosterole sind hervorzuheben. Phytosterole zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und sind hinsichtlich ihrer chemischen Struktur ähnlich aufgebaut wie Cholesterin. Phytosterole hemmen im Darm die Aufnahme von Cholesterin ins Blut, damit können sie den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen und haben damit eine schützende Wirkung bei der Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen. Phytosterole werden deswegen auch gerne in pflanzlichen Margarinen zugesetzt, um den Cholesterinspiegel positiv zu beeinflussen.

Achtung jedoch, Phytosterole können in übermäßiger Zufuhr auch negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Daher die klare Empfehlung Phytosterole über natürliche Lebensmittel (Kürbiskerne) zuzuführen und nicht über künstlich überdosierte Nahrungsergänzungsmittel oder Diätlebensmittel. Wie auch bei Vitaminen und Mineralstoffen kann unser Körper die Nährstoffe aus natürlichen Lebensmitteln besser verwerten als durch künstliche Nahrungsergänzungsmittel. 

Kürbis-Chutney

Zutaten für ca. 4 Gläser á 200 ml 

600 g Kürbis (Hokkaido passt sehr gut)

2-3 Stück mittelgroße weiße Zwiebeln 

2 – 3 Stück Äpfel 

400 ml Apfelsaft

ca. 150 ml Apfelessig

ca. 150 ml Wasser

2 Zehen Knoblauch

2 Stück Ingwer (ca. die Größe einer Knoblauchzehe) 

4 Nelken

2-3 Pimentkörner

Pfefferkörner 

2-3 EL Brauner Zucker oder Honig 

ca. 1 TL Salz 

 
Zubereitung:

1. Kürbis waschen, entkernen, in ca. 2 cm große Stücke schneiden und in einen Topf geben.

2. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer klein schneiden und zum Kürbis geben. 

3. Zucker/Honig und Gewürze zugeben und alles leicht andünsten. 

4. Flüssige Zutaten (Wasser, Essig und Apfelsaft) zugeben und Gemüse zum Kochen bringen. Temperatur reduzieren, sodass das Chutney leicht köchelt.

5. Chutney ca. eine Stunde garen, bis das Gemüse weich ist, aber noch nicht ganz an Struktur verloren hat. 

5. Chutney in einem Hacker oder mit Pürierstab groß zerkleinern. Masse soll jedoch nicht zu fein püriert werden. Chutney abschmecken und bei Bedarf noch ein wenig Flüssigkeit zugeben. 

5. Chutney heiß in saubere Gläser füllen. Chutney hält sich gut über den ganzen Winter. 

Tipp: wollen wir noch zusätzlich ein wärmendes Gewürz für den Winter, passt sehr gut auch Curcuma dazu, einfach ausprobieren! 

Küchentipp: Chutney passt überall dort, wo wir ansonsten gerne Ketchup verwenden würden, haben wir einmal ein leckeres Chutney gegessen wollen wir kein gekauftes Ketchup mehr. Chutney passt zu gegrilltem, im Winter zu Fondue und Raclette, zu einem Schwarzbrottoast, zu Faschierten Laibchen oder aber auch zu einer Käsejause. Helle Chutneys wie jenes aus Kürbis passt besser zu hellem Fleisch. Dunkles Chutney wie aus Zwetschgen passt besser zu dunklem Fleisch. 

 

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Was ist euer Lieblingskürbisrezept??

 

Ich freue mich auf euren Besuch und eure Kommentare!

Marianne

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