Tomaten-Kuchen, besser als so manche süße Variante

Das Backen von Kuchen liegt mir nicht ganz, aber dieser Kuchen ist wirklich geschmacklich etwas Besonderes geworden. Vielleicht sollte ich beim Backen besser bei den pikanten Varianten bleiben 🙂

Gute Inhaltstoffe

Natürlich gibt es auch in diesem Beitrag wieder etwas zu den besonderen Inhaltstoffen zu sagen. Sehen wir uns kurz den Teig an… bei meinen Rezepten ist es mir immer wichtig diese so zu verändern, um mehr gute Inhaltsstoffe hineinzubringen als beim Ursprungsrezept enthalten wären. Natürlich darf man es auch nicht übertreiben, denn der Geschmack soll auch nicht darunter leiden. Wichtig ist immer einen guten Gegenspieler zu haben, bei Butter – Olivenöl mit guten Fettsäuren, beim Weißmehl – Vollkornmehl mit wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen.

In meinen Rezepten und auch bei meinen Beratungen ist es mir wichtig, dass Lebensmittel nicht hinsichtlich einzelner Inhaltsstoffe als gut oder schlecht bewertet werden, ein Lebensmittel bringt viele unterschiedliche Inhaltsstoffe mit, daher zu sagen ein Lebensmittel wäre per se schlecht ist damit nicht richtig. Beispielsweise Eier, diese wurden lange Zeit aufgrund ihres hohen Cholesteringehalts verteufelt. Auf der anderen Seite liefern sie alle essenziellen Aminosäuren (Eiweißbausteine) um Körpereiweiß aufzubauen und sind auch ein guter Lieferant für B-Vitamine, Vitamin A, Folsäure, Vitamin D und Eisen. Wichtig ist eine vielseitige Ernährung und ein gutes Wechselspiel zwischen Lebensmitteln mit sehr hochwertigen bzw. nicht so hochwertigen Inhaltsstoffen.

Tomaten, Tomaten, Tomaten…

Sommer ist Tomatenzeit 🙂 Tomaten werden oft gerne nur roh gegessen, aber wir sollten diese unbedingt auch in verkochter Form genießen! Warum???

Tomaten enthalten sehr viel „Lycopin“ einem sekundären Pflanzenstoff aus der Gruppe der Carotinoide. Lycopin hat eine sehr gute antioxidative und damit zellschützende Wirkung. Lycopin unterstützt unser Immunsystem und stützt unsere Gefäße vor ungünstigen Ablagerungen, wodurch das Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen (erhöhtem Blutdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, usw.) und Krebserkrankungen gesenkt werden kann.

Für unseren Körper ist Lycopin am besten verfügbar, wenn das Ursprungslebensmittel in verarbeitetem (gekochtem) Zustand und im Zusammenspiel mit Fett aufgenommen wird.

Tomaten-Kuchen

Zutaten Teig (für zwei kleinere Tortenformen ca. 25 cm Durchmesser)

250 g glattes Mehl

150 g VK Mehl (ich habe Emmer verwendet, aber funktioniert sicher auch mit Weizen oder Dinkel VK gut)

110 g Butter

6-7 EL Weißwein

4 EL Olivenöl

3 Eier

1 Prise Salz

 
Zubereitung Teig:

1.Zuerst Butter, Olivenöl und Mehl kurz vermischen.

2. Dann die restlichen Zutaten dazu geben und zu einem glatten Teig kneten.

3. Teig zu einer ca. 2,5 cm dicken Scheibe formen und zugedeckt ca. 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.

4. Backofen auf 180 ° vorheizen.

 
Zutaten Belag

250 ml Milch

60 ml Schlagobers

90 g Käse gerieben (habe einen kräftigeren Käse genommen, mittelwürziger Schlurtbauerkäse von unserem Bauernmarkt)

8 EL Haferflocken

ca. 300 – 400 g Cocktailtomaten

Salz, frische Kräuter (ich habe Basilikum und Oregano genommen), Thymian würde natürlich passen 

 
Zubereitung:

1.Teig ca. 5 mm dick ausrollen, in vorbereitete Tortenform heben, seitlich leicht hochziehen (2 cm), mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Ofen ca. 10 Minuten vorbacken.

2. In der Zwischenzeit Tomaten halbieren, Kräuter schneiden und Käse grob reiben. Milch und Schlagobers mischen.

3. Kuchen aus dem Ofen nehmen, Boden mit Haferflocken bestreuen, halbierte Tomaten und Kräuter darauf verteilen. Die Tomaten können ruhig dicht nebeneinander liegen.

4. Kuchen leicht salzen, Käse darauf verteilen und Milch-Sahne-Gemisch darüber gießen.

5. Kuchen im vorgeheizten Ofen noch ca. 30 Minuten backen. Nach dem Backen kurz in der Form leicht abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und mit einem frischen Salat genießen 🙂 

Ernährungstipp:

Unser Tomaten-Kuchen enthält alle Bausteine für eine gute Mahlzeit – die satt macht und schmeckt: 

  • 1 Eiweiß-Baustein (Milch, Käse)
  • 1 Kohlenhydrate-Baustein (Kuchenteig mit teilweise Vollkornmehl, Haferflocken)
  • 1 Frische-Baustein (Tomaten + einen frischen Salat)

Viel Spaß beim Ausprobieren und ich freue mich auf eure Rückmeldungen!

 

Marianne

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.